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Prospekte


  Prospekte sind zurecht eine der beliebtesten Werbemittel der Deutschen. Jedes Jahr werden in Deutschland für etwa 6 Milliarden Euro Prospekte gedruckt!

Die Vorteile gegenüber anderen Medien liegen auf der Hand:

  • Prospekte kann man überallhin mitnehmen, sie können überall verteilt werden, sie passen in jede Aktentasche und können zu Hause in aller Ruhe gelesen werden.
  • Prospekte wirken langfristig. Befindet sich ein Prospekt in einem Haushalt und besteht grundsätzlich ein Interesse an dem Angebot des Prospekts, kann man davon ausgehen, dass der Prospekt nicht einfach weggeworfen wird.
  • Ein Prospekt gewährt Ihnen die Möglichkeit, alles Wichtige auf wenigen Seiten darzustellen.
  • Die Lektüre eines Prospekts ist nicht abhängig von technischen Hilfsmitteln (wie zum Beispiel beim Internet, bei CD`s, …).
Demgegenüber stehen folgende Nachteile:

  • Zeitaufwändige Erstellung (Texten, Bildrecherche, graphische Arbeiten, Drucken, …)
  • Da Sie qualitativ hochwertige Prospekte in der Regel nicht selber erstellen können, müssen Sie in der Summe mit einigen Kosten rechnen: Kosten für Graphik, Fotos, ggf. Texter, Satz und Druck.


  Wann sollten Sie Prospekte einsetzen?

  • Bei Werbesendungen (Direct Mailings) sollten Sie unbedingt einen Prospekt zusammen mit einem Brief/Anschreiben einsetzen.
  • Auf Messen oder anderen Ausstellungen ist ein aussagekräftiger Prospekt unabdingbar.
  • Ihre Dienstleistungen mit entsprechenden Preisen sollten Sie je nach Angebotsvielfalt in einem Prospekt oder einem kleinen Katalog präsentieren und in Ihren Räumlichkeiten auslegen.
  • Achten Sie darauf, dass jeder Stammkunde einen aktuellen Prospekt zu Hause hat. Ein Prospekt (mit allen Dienstleitungen / Produkten und entsprechenden Preisen) kann bei Stammkunden wie eine Art Speisekarte wirken, nach dem Motto: „Was könnten wir uns heute mal gönnen?“
Es gibt verschiedene Prospekttypen. Welcher passt am ehesten zu Ihnen?


Produktprospekt

Dies ist wohl die geläufigste Prospektform. Hier präsentieren Sie alle Leistungen bzw. Produkte und arbeiten die jeweiligen Vorteile für den potentiellen Nutzer/Käufer heraus. Vorsicht: Der Prospekt darf keine Produktauflistung werden! Die Lösung: Im Prospekt überzeugen Sie den Leser von Ihren Leistungen, für Preise und Konditionen legen Sie ein Extra-Blatt bei.


Imageprospekt

Imageprospekte dienen dazu, sich einen gewissen Ruf aufzubauen und Vertrauen bei potentiellen Kunden zu gewinnen. Es werden nicht die Dienstleistungen und Produkte dargestellt, sondern das Unternehmen an sich. Bei kleinen Firmen ist er nur im Rahmen der Existenzgründung geeignet, später eher nicht mehr.


  Verkaufsprospekt

Haben Sie Lockangebote oder besondere Preisnachlässe, können Sie diese in einem Verkaufsprospekt kommunizieren. Häufig sind Verkaufs-„prospekte“ einfache Handzettel, die in großen Auflagen in Fußgängerzonen oder an Haushalte verteilt werden.

  Wie sollten Sie Ihren Prospekt gliedern?

Den optimalen Werbeerfolg erzielen Sie, wenn Sie sich an gewohnte Gestaltungsregeln halten. Die Wichtigsten sind im Folgenden dargestellt:


Die Titelseite

Die Titelseite ist letztendlich die wichtigste Seite Ihres Prospekts. Schon beim Betrachten der Titelseite entscheidet der Empfänger, ob er sich mit den Inhalten auseinandersetzt oder ob er den Prospekt ungelesen in den Papierkorb wirft.

  • Macht Ihre Schlagzeile neugierig auf mehr Informationen?
  • Hat Ihre Titelseite Blickfangcharakter?
  • Haben Sie den wichtigsten Kundennutzen/-vorteil auf der Titelseite genannt?

Die Rückseite

Untersuchungen ergeben, dass etwa 95% der Empfänger eines Prospekts diesen erst umdrehen, bevor sie sich seinen Innenteil anschauen.

Die Rückseite hat die Aufgabe, den Absender zu identifizieren. Name, Inhaber / in, Anschrift, Telefon und E-mail sind ein absolutes Muss, fehlen diese Angaben, wirkt der Prospekt unseriös. Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen folgende Inhalte auf der Rückseite zu platzieren:

  • Eine Bestell- bzw. (Termin-) Reservierungsaufforderung
  • Ein Sonderangebot
  • Ein Hinweis auf Ihre Internetseite
  • Eine Anfahrtsskizze
  • Statements begeisterter Kunden (mit Bildern!)

Der Innenteil Wie Sie den Innenteil gliedern, ist natürlich abhängig von Ihrem Angebot. Orientieren Sie sich dabei immer am Kunden. Was interessiert die Kunden am meisten? Welche Dienstleistungen werden gerne kombiniert in Anspruch genommen? Sprechen Sie Kunden mit unterschiedlichen Zahlungsbereitschaften an?

Eine Methode, an die man sich grundsätzlich halten sollte, nennt sich „Prinzip des Storytellings“. Storytelling drückt dabei aus, dass die verschiedenen Inhalte des Prospekts logisch verknüpft werden sollten, zum Beispiel

  • Von der Gründung der Firma bis heute (bei Imageprospekten)
  • Von bekannteren Leistungen zu weniger bekannten
  • Von Kopf bis Fuß (wenn Sie z.B. als Kosmetikstudio Kosmetik, Maniküre und Fußpflege anbieten)
  • Von der Beratung zur Leistung

Der Text zu den Bildern

Sie wissen, was in einem Prospekt als erstes gelesen wird?

Die Bildunterschriften! Noch vor dem Fließtext und mehrheitlich vor den Headlines wendet sich der Leser den Bildunterschriften zu, wobei nebensächlich ist wie klein und wie lang der Text ist. Sie sollten die Bildunterschriften daher sorgfältig erstellen! Schreiben Sie bitte keinesfalls in eine Bildunterschrift, was der Betrachter ohnehin auf dem Bild erkennen kann. Tipp: Erwähnen Sie Kontaktmöglichkeiten, Angebote und Sonderpreise in den Bildunterschriften.


Die Bilder

Bei Bildern gilt meistens: Je mehr desto besser! Allerdings sollten die Bilder sorgfältig ausgewählt werden. Nichts wirkt unprofessioneller als laienhafte Bilder in schlechter Qualität. Da der professionelle Druck feinste Konturen widergibt, sollten Sie auf ausreichende Schärfe, Ausleuchtung und Kontraste Ihrer Bilder achten. Entweder Sie beschäftigen einen Profi oder Sie photographieren selbst – dann aber mit einer guten Digitalkamera! Alternativ dazu können Sie natürlich auch Bildmaterial von Bild-CD-ROMs oder von Internetanbietern verwenden. Häufig lohnt es sich auch bei Lieferanten, Geschäftspartnern, etc. nachzufragen, ob sie Ihnen kostenloses Bildmaterial zur Verfügung stellen.

Bilder sind ideal zur Unterstützung Ihrer Werbebotschaft – wenn Sie auf folgende Dinge achten:

  • Gehen Sie nah genug an das Photomotiv heran, damit man es auf dem Photo naturgetreu wieder erkennt.
  • Vermeiden Sie einen unruhigen Hintergrund mit vielen Details, die vom eigentlichen Motiv ablenken können.
  • Vermeiden Sie leere Räume. Auch wenn das Ziel des Photos ist, die schönen Räumlichkeiten Ihres Unternehmens zu zeigen, bilden Sie auf jeden Fall auch Menschen (z.B. Sie und Ihre Kunden) darauf ab. Menschenfreie Räume wirken immer steril.
  • Häufig empfehlen Werbefachleute, ausschließlich mit bestehenden Bildern aus Bildkatalogen zu arbeiten. Vergessen Sie es! Diese Bilder wirken austauschbar und unpersönlich. Zwischendurch kann man sicher ein gekauftes Bild einbauen (z.B. Stimmungsbilder), dominieren sollten allerdings Ihre persönlichen Bilder.
  • Bilden Sie keine Models ab, sondern zeigen Sie lieber reale Kunden, sich selbst und Ihre Mitarbeiter!

Erzählen Ihre Überschriften eine eigene Geschichte?

Viele Prospektempfänger überfliegen neben den Bildunterschriften vorerst nur die Überschriften der einzelnen Kapitel, um zu entscheiden, ob sie den Prospekt genauer lesen sollten oder nicht. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie mehrere Zwischenüberschriften einsetzen, diese drucktechnisch (fett, größere Schrift) hervorheben, und darauf achten, dass die Überschriften die wesentlichen Aussagen des Inhalts vermitteln.


Die Farben

Haben Sie sich für eine Firmenfarbe entschieden, dann verwenden Sie diese auch in Ihrem Prospekt (Corporate Identity). Sie können mit Farben

  • Textteile hervorheben
  • Überschriften gestalten
  • Bilder und Texte untermalen
  • Emotionen hervorrufen